Mein Kiwi-Tagebuch

Sandra am anderen Ende der Welt

08Juli
2011

Rotorua

Was passiert, wenn man sich im Dunkeln in irgendeiner Seitenstraße in der Wildnis Neuseelands mit dem Van einen Schlafplatz sucht ohne sonderlich auf den Untergrund zu achten & es die folgende Nacht hauptsächlich regnet?

Richtig, man hat ein Problem. Am nächsten Morgen wollten wir uns frohen Mutes Richtung Rotorua aufmachen, aber unser Wal in Form eines Campervans hatte sich wunderschön im Matsch festgefahren. Auf Hilfe von außerhalb haben wir nicht lange gehofft (immerhin hätte man zum nächsten Haus bestimmt mindestens 20 Minuten laufen müssen), also hieß es selbst Anpacken! Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen, die uns teilweise noch tiefer in den sprichwörtlichen Schlammassel geritten haben, haben wir es dann aber tatsächlich geschafft unseren Wal wieder flott zu bekommen! Regen, Matsch, Schieben & gut zu reden hatten dann aber doch ihre Spuren an uns hinterlassen und so sind wir in Rotorua erstmal ins Schwimmbad gegangen! Verdient hatten wir es uns Zunge raus

Am nächsten Tag stand dann wieder ein bisschen Kultur an. Rotorua ist ja bekannt für seine heißen Quellen, die Geysire und Vulkanseen und die vielen Maoridörfer - und in genau so eins sind Caro & ich dann auch noch gegangen. Das Dorf war wirklich interessant, denn die Maoris haben wirklich noch darin gelebt und man konnte quasi durch das ganze Dorf laufen. Jedes Haus hatte quasi eine eigene heiße Quelle, überall hat es gedampt und gebrodelt und die Maoris nutzen das heiße Wasser auch heute noch zum baden, kochen und heizen. Wir konnten uns auch eine Vorführung ansehen, bei der die typischen Tänze und Gesänge (unter anderem auch der Haka, der Kriegstanz, den die neuseeländische Rubgymannschaft ja auch vor jedem Spiel "tanzt") vorgeführt wurden... wirklich interessant & witzig! :)

Heiße QuelleDer Geysir in der FerneEine typische Maori-Figur ;)Überall dampft es... und es riecht ;)Der Eingang zum Dorf

Rotorua ist auch insgesamt eine recht schöne Stadt und hätte durch die vielen Seen auch noch mehr zu bieten gehabt, aber das Wetter war nicht so der Knaller und der Geruch nach faulen Eiern, der einem irgendwie an jeder Ecke aus Neue in die Nase steigt, ist auch nicht wirklich leckerZwinkernd

Heute geht es noch hoch nach Coromandel, wo in den nächsten Tagen der Hot Water Beach und zahlreiche tolle Küstenstreifen auf uns warten. Und dann geht es schon nach Samoa! Ich melde mich & ansonsten sieht man sich bald zuhause! :)

08Juli
2011

Tongariro Crossing

Das Leben ist schön! Lächelnd

Nun sind wir schon wieder seit 6 Tagen zu dritt unterwegs & haben nun fast das Ende unserer Neuseeland-Zeit erreicht. In den kommenden drei Tagen wird nur noch die Halbinsel Coromandel von uns unsicher gemacht, ehe es für Caro nach Hause und für Benny und mich nach Samoa geht! Lächelnd

Unser erster Ziel war der Lake Taupo, in der Mitte der Nordinsel, ein ehemaliger Vulkankrater. Das Hightlight unserer bisherigen 3-Mann-in-einem-Campervan-Tour war  dann aber die 8-stündige Wanderung durch den nahegelegenen Tongariro National Park, das Tongariro Crossing. Der absolute Wahnsinn sag ich euch! Wir hatten uns den einzigen guten Tag in der Wettervorhersage herausgepickt & hatten natürlich (wie kann es auch anderds sein, wir reisen ja wieder mit Caro zusammen!) das allerschönste Kaiserwetter! Morgens um 6 Uhr sind wir vor der i-site abgeholt worden (gefühlte -5°) und mit dem Bus ging es dann auf zum National Park. Ausgestattet mit Wanderschuhen, Spikes, Eispickel und mindestens 5 Klamottenschichten (Zwiebellook lässt grüßen) ging es dann los, hinauf zum Plateau zwischen dem Mount Tongariro und dem Mount Ngauruhoe, dem Schicksalsberg aus Herr der Ringe! Insgesamt ging es 900 Höhenmeter hinauf... was wir am Anfang gefroren haben, haben wir am Ende geschwitzt Zwinkernd) Aber wenn man dann oben steht und den Blick über die weite Ebene des Parks und der Nordinsel schweifen lässt, in der einen Richtung in der Ferne den Mount Taranaki aufragen sieht & in der anderen die eingeschneiten Krater der Vulkane, dann ist einem wirklich alles egal! Am Abend waren wir dann zwar alle ziemlich müde, aber gelohnt hat es sich auf alle Fälle!

Los gehts!Vereister Bergfluss... ja, es war echt kalt!Da ist er - der Mount Gloom, der Schicksalsberg aus Herr der RingeAlle drei davorBlick von oben in Richtung WestenGute Laune!Nochmal der Mount GloomIn den Himmel hinein!Ziemliche Steigung ;)

Am nächsten Tag ging es zu den Glühwürmchen-Höhlen in Waitomo, wo Caro & ich aber wegen der geringeren Nachfrage im Winter leider zu der vollkommen touristischen Tour durch die Caves gehen mussten.... was dann das Geld nicht wirklich wert war. Die Glühwürmchen waren aber schon ganz cool :D

01Juli
2011

Roadtrip mit dem Campervan

Wahnsinn, wie die Zeit vergeht! Jetzt sind schon wieder 2 Wochen vorbei, ich hänge (mal wieder) mit den Blogeinträgen hinterher (zu meiner Entschuldigung - im Van hat man nicht allzu oft Internet :D) & in fast einen Monat bin ich auch schon wieder zuhause... nachdem ich fast 11 Monate weg war! Kaum zu glauben...

Momentan sitze ich in der kleinen Bibliothek in Gisborne, was bedeutet, dass der erste Teil des Roadtrips nun auch schon wieder vorbei ist. Benny & ich haben nun schon fast die ganze Nordinsel umrundet und werden morgen Caro in Napier abholen - und dann heißt es: Ab durch die Mitte bis nach Samoa :)

Hier kommt mal eine kurze Zusammenfassung, wo ich nun schon gewesen bin, aber allerdings ohne Fotos, weil man die in der Bibliothek nicht hochladen kann (bzw. nur wenn man 5 Stunden Zeit hat) und ohne mehrere Verlinkungen auf der Karte, weil es sich nicht lohnt daraus mehrere Einträge zu machen. Ich versuche aber so bald wie möglich Fotos nach zu reichen... ansonsten seht ihr die halt, wenn ich wieder da bin :)

In den ersten Tagen hatten wir nicht ganz so gutes Wetter, sodass sich die schönsten Seiten der Westküste ein wenig vor uns verborgen haben... der Mount Taranaki in der Nähe von New Plymouth zum Beispiel hat sich uns kein einziges Mal gezeigt, sodass wir immer noch einige Zweifel haben, ob er überhaupt existiert... die Straße, die uns eigentlich eine tolle Aussicht über die Gegend und das Meer liefern sollte, ging zwar ein wenig hoch, aber wir hätten auch auf irgendeinem Hügel in den Wolken sein können - und nicht auf den Ausläufern eines 2519 Meter hohen Vulkans ;)

Je weiter wir in den Norden kamen, desto besser wurde aber auch das Wetter, über das ich mich ja eigentlich sowieso nicht beschweren kann. In der ganzen Reisezeit nur geschätzte 2 Wochen Regen ist ja eigentlich eine ziemlich sonnige Bilanz :)

Oben im Northland haben wir den großen Kauribäumen einen Besuch abgestattet & waren oben am Cape Reinga (dem nördlichsten Punkt Neuseelands) und natürlich auch an der Bay of Islands. Das Northland ist echt viel viel weitläufiger, als man sich das so denkt, und hat wirklich wunderschöne Buchten & Strände!

In Tauranga haben wir dann noch den Franz besucht, mit dem wir ja auf der Südinsel eine Zeit lange gereist sind, und dann ging es ans East Cape - mein bisheriger Lieblingsort auf der Nordinsel! Eine ziemlich coole Küstenstraße durch ein fast unbewohntes Land & am Morgen als die ersten Menschen den Sonnenaufgang des kommenden Tages sehen! Denn der Leuchtturm am East Cape ist der Östlichste der Welt!

Insgesamt hat mich die Nordinsel allerdings nicht ganz so begeistert wie die Südinsel, wo man ja wirklich mit dem Sich-Um-Sehen nicht mehr hinterherkommt. Aber die richtigen 'Highlights' haben wir ja in der Mitte auch noch vor uns.

 

23Juni
2011

Eine Woche Wellington

Nach Queenstown hieß es dann für mich, für eine Zeit alleine weiter reisen!

Mit dem Bus ging es nach Christchurch, wo ich eine Nacht geblieben bin, und von wo aus ich dann am nächsten Tag den Flieger nach Wellington genommen habe. Einen Tag nachdem ich Christchurch verlassen hatte, gab es dort wieder einen heftigen Aftershock und ich bin echt froh, dass mir diese Erfahrung erspart geblieben ist... auch wenn zum Glück keiner dort verletzt wurde.

Das Hostel in Wellington war wider erwarten echt gemütlich und nett - allgemein haben die Hostels in der Hauptstadt nämlich keinen allzu guten Ruf ;) An meinem ersten Wochenende in Wellington war das Wetter zwar nicht ganz so prächtig, aber um die Innenstadt kennen zu lernen hat es allemal gereicht :) Leider bin ich auch ein wenig krank geworden & lag einen Tag komplett flach, aber das Bett im Hostel war wirklich bequem ;)

Montags konnte ich dann zu Caro ziehen, die ja noch für 3 Wochen bei einer Gastfamilie als Aupair arbeitet. Hier hat sich wieder mal gezeigt, wie offen die Neuseeländer sind - es war überhaupt kein Problem, dass ich für vier Tage bei ihnen geschlafen und gegessen habe, obwohl das Haus nun wirklich nicht so groß war. Der Vater war sowieso davon ausgegangen, dass ich komme & hatte sich schon gewundert, warum ich erst in Hostel gezogen bin :)

Die Woche mit Caro war echt schön, auch wenn wir nicht allzu viel gemacht haben - aber auch zusammen chillen ist schön ;) Wir waren eine heiße Schokolade trinken, haben mit Caros Freunden einen Kuchen Party veranstaltet (ich habe mich schon lange nicht mehr SO voll gefühlt ;)) & waren Badminton spielen - endlich mal wieder :) Ansonsten war die Woche fast so wie mein Aupair-Leben in Paris... aber zu zweit macht das Kinder abholen & beschäftigen gleich viel mehr Spaß.

Am 16. kam dann auch Benny in Wellington an & wir haben unsere Pläne für die Nordinsel geschmiedet: mit dem Campervan geht es jetzt in zwei Wochen einmal um die Nordinsel rum, ehe wir dann Caro Anfang Juli in Napier abholen und dann zu dritt, den Rest der Nordinsel in der Mitte unsicher machen :D Im Van haben wir eine kleine Küche mit Waschbecken, Gasherd, Kühlschrank & sogar eine Mikrowelle und auf dem großen Bett kann man auch bequem zu dritt schlafen. Und da hier ja nun Winter ist, haben wir auch ein gutes Angebot bekommen... perfekt! :)

23Juni
2011

Te Anau - Milford Sound - Queenstown

Lang lang ist's her... aber hier kommt der anstehende Update!

Nach den Catlins ging es noch einmal hoch zum Milford Sound, da Benny und Jenny beide noch nicht da gewesen waren. Ich hatte zwar mit Caro in meinen ersten zwei Wochen schon die Ehre, aber an so einen schönen Ort kehrt man doch immer wieder gerne zurück :) Wettermäßig war auch alles wieder wunderbar... und ich war den ganzen Weg über fast noch begeistertet als beim ersten Mal. Die Straße hoch zum Milford Sound hat den Titel als eine der schönsten Straßen der Welt einfach hundertprozentig verdient! Beim Milford Sound angekommen haben Jenny und Benny die letzte Bootstour an diesem Tag genommen, während ich die zwei kleinen Wanderwege abgelaufen bin & mir den Sonnenuntergang hinter dem Mitre Peak angesehen habe. Absolut genial! <3

Einziger Nachteil... ich hatte den ganzen Tag schon dermaßen viele Fotos gemacht, das meine Kamera leer war und ich die tolle Stimmung am Abend nicht mehr einfangen konnte. Aber so hatte ich diesen Moment einmal ganz für mich alleine :)

Am nächsten Tag ging es hoch nach Queenstown, das mich noch mehr als bei meinem ersten Besuch an einen reichen Skiferienort wie St. Moritz erinnert hat... nur ohne Schnee ;) Denn Neuseeland erlebt momentan den wärmsten Winter seit langem, sodass sogar die Skigebiete noch nicht geöffnet haben. In Queenstown bleiben uns noch vier Tage zusammen, bevor zuerst Jenny weiter gezogen ist & dann einen Tag später auch ich. Wir waren feiern, haben alte Freunde aus Neuseeland wieder getroffen und waren -natürlich- wieder den leckeren Fergburger essen ... was sein muss, muss sein :D Und er schmeckt einfach göttlich!

 

12Juni
2011

Catlins II.: Der Tag, an dem ich die Niagarafälle runter fiel...

Für den zweiten Tag in den Catlins hatten wir uns vorgenommen, spätestens um 10 Uhr loszufahren, was wir aber dann mit einer Abfahrtszeit von halb 12 nicht ganz einhalten konnten. Bennys Erklärung war einfach: die Uhr hatte verschlafen, nicht wir. So kann man es natürlich auch sehen ;)
Erstes Etappenziel war der Slope Point - der südlichste Punkt auf der Südinsel. Halleluja, was war da für ein Wind! Jeder Baum und jeder Grasbüschel an diesem Ort wächst total schief, weil einfach jeden Tag der Wind mit einem irren Tempo über die Ebene fegt. Und was für Wellen wir gesehen haben - teilweise ist das Wasser bis zu 30 Metern hoch gespritzt!

Windig wars ;)Ziemlich weit noch zum Südpol...Beeindruckende Brandung


Der zweite Stop war ein wenig enttäuschend: bei der Curio Bay sollte es einen tollen Fossilstrand geben, wo man teilweise noch versteinerte Bäume sehen sollte... aber so viel hat man dann wirklich nicht mehr gesehen. Aber dann ging es weiter zu den Niagarafällen und das war dann wirklich ein Erlebnis! ;)

Auf der Karte von den Catlins stand nur ein Smiley als Beschreibung dahinter und als wir voller Spannung angekamen, wussten wir auch recht bald warum: die Niagarafälle in Neuseeland sind nur ein Fake, denn sie sind echt winzig. Genauer gesagt bestehen sie nur aus einem breiteren Fluss, der einmal ein paar größere Steine runterplätschert... und das wars dann. Nun muss man wahrscheinlich schon von außergewöhnlicher Intelligenz sprechen, wenn man es ausgerechnet schafft, diese quasi nicht vorhandenen "Fälle" auch noch hinunterzufallen... aber es ist passiert! Ich wollte eigentlich nur ein Beweisfoto von diesem Witz machen, bin voller Elan den Weg runter gelaufen, wollte auf den nächsten Stein springen und bin dann natürlich - warum ist ein Stein in der Nähe von Wasser auch rutschig?! - sofort ausgerutscht und fast im Wasser gelandet. Resultat: nasse (aber zum Glück wasserdichte) Schuhe, dreckige Jacke, versaute Hose, mindestens einen blauen Fleck aber das Wissen, einen Sturz von den Niagarafällen überlebt zu haben ;)

Tadaa... die hohen Niagarafälle!Rutschige Rettungsaktion
Der nächste Wasserfall war dann aber ein wirklicher Echter und der größte und beeindruckenste Wasserfall, den wir in den Catlins gesehen haben: die McLean Falls. Natürlich wieder inmitten wunderschönem Regenwald! Leider kommen die Farben auf den Fotos nie wirklich so gut raus...

Auf dem Weg zu den McLean FallsDschungel purBenny & Part 1 der WasserfälleJenny, der Farn und der WasserfallPart 2Part 3 der Wasserfälle

Am gleichen Tag ging es noch nach Invergargill, wo wir allerdings nur im Supermarkt Halt gemacht haben und unter anderem ein Kilo Kiwis für umgerechnet  50 cent ergattern konnten. 1kg für 50 cent! Praktisch, wenn man so nah an der Quelle ist ;) Wieder Mal im Dunkeln ging es dann noch hoch nach Te Anau, weil wir am nächsten Tag schon beim Milford Sound seien wollten. Und noch ein kleines Bild zum Abschied: eine Bucht in den Catlins auf dem Weg nach Invergargill.

12Juni
2011

Catlins I.: Von wunderschönem Regenwald & plötzlich einsetzender Dunkelheit

Als es dann endlich weiter ging, war ich besonders gespannt, weil mir von den Catlins schon von mehreren Seiten vorgeschwärmt worden war. Wunderschöne Küsten, Wasserfälle und tiefer Regenwald erwarteten uns  -  aber wir haben uns erstmal verfahren! ;) Eine richtige Karte hatten wir intelligenter Weise nicht dabei, weil wir dachten, dass man sich nach einer ganzen Woche in Dunedin schon soweit auskennen würde, dass man auf Anhieb die Southern Scenic Route finden würde... nun ja, soviel zur Theorie. In der Praxis wussten wir zwar in welche Richtung es gehen sollte, aber auf der richtigen Straße waren wir dann trotzdem erst eine halbe Stunde später. Navigation frei nach dem Motto: "Ach, fahr mal da lang, die Richtung stimmt schonmal!"
Einmal aus dem verwirrenden Dunedin raus, war dann aber alles ganz einfach... so viele verschiedene Straßen hat Neuseeland dann ja auch wieder nicht. ;) Das Wetter war in Ordnung... es hingen zwar Wolken am Himmel, aber pünktlich zu unserem ersten Stop am Nugget Point ist der Himmel natürlich wieder aufgerissen! :)

Strand an der Southern Scenic RouteGute Laune ;)Nugget PointUnd nochmal...Der LeuchtturmAlle Drei & die Nuggets

Die Küste um den Leuchturm beim Nugget Point war echt schön, aber es wurde noch besser! Unser nächste Halt war nämlich bei einem Wasserfall, zu dem man 20 Minuten laufen musste - durch wunderschönen Regenwald.  Überall Farne, überall Flechten und Moose an den großen verzweigten Bäumen, immer wieder kleine Bäche, die sich einen Weg durch das Dickicht gebahnt haben... und dann der Wasserfall! Das Wasser ist wie bei einer Treppe über breite Stufen hinab gelaufen und mündete dann im Fluss. Echt wunderschön :)

Kleiner Fluss im DschungelJenny und der WasserfallFür Anika: zwei Kraniche vor dem Wasserfall ;)


Der zweite Wasserfall war auch wieder echt schön anzusehen, aber vorallem der Regenwald drum herum hatte es mir wieder angetan. Ich glaube, ich könnte Stunden durch diesen Wald laufen und mich trotzdem nicht satt sehen. Die verschiedenen Grüntöne sind wirklich unbeschreiblich!

Suchbild: der 2. Wasserfall & ich

Da wir am Morgen recht spät losgefahren waren, fing es nach der kleinen Wanderung zu den zweiten Wasserfällen schon an zu dämmern und wir haben uns auf gemacht in Richtung Wunschhostel... das dann natürlich keinen Platz mehr für uns hatte. Im Winter. Also bitte. Damit hatten wir echt nicht gerechnet - vorallem weil in den Catlins wirklich fast NICHTS los ist. Schwupps, war es auch schon dunkel, und wenn in Neuseeland im Winter die Sonne unter geht, dann ist es wirklich richtig dunkel und das schon um fünf. Du siehst nichts mehr. Absolut nichts. Außer vielleicht ein kleines Stück Straße vor deinem Auto. Dementsprechend lang haben wir dann auch gebraucht, um das zweite Hostel in der Nähe als Hostel auszumachen, denn Laternen und Schilder sind in Neuseeland auch nicht so angesagt ;) Aber auch da hatten wir kein Glück (Hallo?! Im Winter?!!) und so hieß es für uns durch stockfinstere Nacht auf einem natürlich wunderbar ausgebauten Feldweg Richtung Slope Point Backpackers gurken... das letzte Hostel in der "Nähe". Dort hatten wir dann aber tatsächlich ein ganzes Bungalow für uns drei alleine, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass dieses Hostel wirklich noch mehr im Nirgendwo lag als die anderen Ansammlungen von Häusern davor. Und dort gab es auch die beste Dusche, die ich bis jetzt in einem Hostel gesehen habe - wie in einem richtigen Hotel! Jaja, sowas lernt man als Backpacker dann doch zu schätzen :)

11Juni
2011

Dunedin die Zweite


In Dunedin waren wir dann sogar eine ganze Woche, was länger war, als wir es geplant hatten. Ganz schön merkwürdig wieder in einer größeren Stadt zu sein - wir hatten schon ewig keine Ampeln mehr gesehen ;) Wir waren zwei Mal im Kino, waren ein wenig shoppen (muss frau ja auch ab und an mal machen :D) haben Maries Geburtstag gefeiert, waren auf der Otago Peninsula, wo wir ausnahmsweise mal nicht ganz so schönes Wetter hatten und sind die steilste Straße der Welt hochgelaufen - und ja, sie ist echt ziemlich steil :)

Der Bahnhof von DunedinEine Kirche ;)Auf der steilsten Straße der Welt.Schon ziemlich steil oder? :)Zwei Trolle auf dem Weg nach unten ;)Küste auf der Otage PeninsulaEin weiteres dickes Exemplar eines Seehunds: wir haben ihn geweckt ;)Jenny, Benny und ich: ja es war kalt! ;)


Dunedin ist eigentlich eine recht schöne Stadt, auch wenn zu dieser Jahreszeit anscheinend nicht so viel los war, wie es normalerweise sein soll: wir wollten zum Beispiel aus Maries Geburtstag rausfeiern (es war glaube ich ein Donnerstag... auf jeden Fall unter der Woche) aber wir waren ungelogen die einzigen (!!) in dem großen Klub. Und der Türsteher hat auch nicht mehr mit sonderlich vielen Gästen gerechnet. Am Wochenende war es dann wesentlich besser & wir hatten einen spaßigen Abend ;)


In Dunedin hat uns dann auch Marie verlassen, die mit zwei Freunden noch für zwei Monate nach Asien geflogen ist. Benny, Jenny und ich wollten eigentlich Dunedin auch am gleichen Tag verlassen, aber der Minister der Kirche von nebenan hatte eine große Delle in Jennys Auto gefahren und wir mussten noch zwei Tage bleiben um zu regeln, wie Jenny dafür entschädigt werden würde. Im Endeffekt war der Blechschaden ein echter Glücksfall für sie: sie hat 600$ bekommen - und damit schonmal mehr als die Hälfte, als das Auto überhaupt noch wert ist.

26Mai
2011

Dunedin

So, jetzt hab ich es endlich mal wieder geschafft alles zu aktualisieren. Momentan bin ich mit Marie, Jenny und Benny in Dunedin, wo wir heute noch Maries Geburtstag feiern und wohl noch ein bis zwei Tage bleiben werden... kostensloses & unbegrenztes Internet gibt es ausnahmsweise mal auch :)

Ich melde mich, wenn die Reise weiter geht!

26Mai
2011

Beim höchsten Berg Neuseelands...

Der nächste Tag hielt dann nochmal eine mindestens genauso beeindruckende Landschaft für uns parat – es ging zum Mount Cook, den höchsten Berg in Neuseeland. Schon die Straße dahin... die Augen haben so viel zusehen, soviel können die überhaupt nicht ans Gehirn weiter geben ;) Die Ebene, durch die man fährt ist mehrere Kilometer breit und sehr flach und plötzlich steigen an beiden Seiten die Berge mehrere hundert Meter in die Höhe! Wir hatten immer noch gutes Wetter, auch wenn ein paar Wolken da waren, aber der Mount Cook war den ganzen Tag zu sehen... und das hat wirklich nicht jeder, denn der Aoraki (wie die Maori ihn nennen) ist recht oft hinter Wolken versteckt. In einer dreistündigen Wanderung ging zum Hooker Lake, in den der Gletscher des Mount Cook mündet, und es war – natürlich - wieder echt toll ;)

Aber schaut euch die Fotos einfach an. Irgendwie können sie zwar auch nicht alles zeigen, aber ich weiß auch nicht mehr was ich sagen soll ;)

Eine der tollsten Straßen der Welt!Blick zurück auf den Lake PukakiWindig wars ;)Mount CookUnd nochmal^^Wirklich ein toller Wanderweg...Am Ende des Tages...

26Mai
2011

Geburtstag am Lake Tekapo

Mein Geburtstag war dann ein absolut perfekter Tag, was natürlich auch an dem Frühstück und dem Kuchen lag, die ich am Morgen serviert bekommen habe, aber vor allem an der Gegend um Lake Tekapo! Wir hatten perfektes Wetter und die Landschaft ist (mal wieder) dermaßen unbeschreiblich gewesen! Ich weiß, langsam klingt es vielleicht ein wenig unglaubwürdig, weil ich jedes Mal zu den gleichen Worten greifen muss, aber was soll ich machen? Neuseeland hat so viele Gesichter und alle sind so wunderschön – hier ist noch alles so weit, wild und unberührt. Wir waren meistens wirklich die einzigen auf der Straße. Die Gegend um Lake Tekapo ähnelt einer weiten Steppe mit mehreren Seen eingeschlossen von Bergen... ungefähr wie das Königreich Rohan in Herr der Ringe. In der Nähe von Lake Tekapo wurde auch für den Film gedreht.

Auf der Straße ins Paradies...Lake Tekapo II.

Nachdem wir im Hostel in Lake Tekapo unsere Sachen abgelegt hatten, ging es auf zum Mount John, den es zu besteigen galt. WOW! Von oben hatte man einen unbeschreiblich genialen Blick auf weite Ebenen und die beiden Seen Tekapo und Alexandra. Wir konnten uns gar nicht sattsehen!

Lake AlexandraAlle auf einem Blick: Jenny, ich, Benny und MarieBenny, Jenny, ich, Marie... und das tolle Panorama!Blick über den Lake Tekapoagain

26Mai
2011

Kaikoura - Christchurch - Timaru

Am nächsten Tag ging es weiter zu einer großen Seal Kolonie, wo man bis auf 5 Meter an die süßen, faulen, dicken Tiere rangehen konnte... Die meisten haben sowieso nur geschlafen oder uns aus müden Augen angesehen :) Besonders witzig ist es einfach, wenn die Robben versuchen sich an Land zu bewegen... wie hat Benny so schön in seinem Blog geschrieben: ich glaube laufen an Land gehört nicht so zu ihren größten Stärken aber die meisten sind auch schlau genug um das zu erkennen und bewegen sich einfach... NICHT... sehr sympathisch ;)

Ein Familienportrait: Benny, Franz und die Robbe :)Ein dicker Albatros: so witzige Vögel! :)Küste bei Kaikoura

Eigentlich hatten wir vor, an diesem Abend in Christchurch zu bleiben und in irgendeiner Bar ein letztes Mal alle zusammen in meinen Geburtstag reinzufeiern, aber es gab in der ganzen Stadt keine vier freien Betten mehr für uns, da durch das Erdbeben immer nur noch eine Hand voll Hostels geöffnet waren. Und so hieß es schon früher als erwartet von Franz Abschied nehmen, der die Südinsel schon bereist hatte und nur noch einmal in Christchurch Freunde besuchen wollten. Also haben wir uns zu viert in Jennys kleines Auto gequetscht und sind noch weiter in den Süden gefahren bis nach Timaru – da waren wir dann fast alleine im Hostel ;) Mit Pizza und 3 Liter Wein haben wir dann eben dort in meinen Geburtstag reingefeiert – ein sehr lustiger Abend :)

25Mai
2011

Kaikoura!

Am nächsten Morgen stand nach einigem Hin & Her fest, dass wir uns alle wieder in Kaikoura treffen würden, was sowieso unser Tagesziel gewesen war. Da Benny und Marie erst gegen Abend ankommen und wir von Hanmer Springs mit dem Auto nur ungefähr 2 Stunden brauchen würden, hatten Jenny, Franz und ich noch den ganzen Vormittag Zeit, die Gegend um Hanmer Springs zu erkunden. Es ging mit den Autos hoch in die Berge in ein richtig weites Tal... wieder mal absolut beeindruckend! Auch die Fahrt nach Kaikoura war wieder ein Festessen für die Augen... man kann sich gar nicht satt sehen.

Jenny und ichBlick zurück auf Hanmer SpringsWunderschön, oder? Bis auf die Stromleitung ;)Franz und ich

Kaikoura selbst liegt einer großen Gebirgskette zu Füßen und gleichzeitig direkt am Meer. Bekannt ist Kaikoura aber vor allem für seine tollen Meerestierbeobachtungen. Man kann Wale, Seerobben und Albatrosse beobachten oder mit Robben oder Delfinen schwimmen. Und genau das habe ich dann auch am nächsten Tag gemacht!

Ja, was soll ich sagen! Delfine waren ja schon immer meine Lieblingstiere und nun bin ich wahrhaftig in freier Wildbahn mit ihnen geschwommen! Wir waren nur eine kleine Gruppe von vielleicht 10 Leuten und als wir alle mit Tauchanzügen, Schnorcheln und Flossen ausgestattet worden waren, ging es hinaus aufs Meer. An diesem Tag war eine Gruppe von 200 bis 300 Delfinen in der großen Bucht vor Kaikoura und wir hatten sie recht schnell geortet. Es waren zum größten teil Dusky Dolphins aber zwischendrin waren auch Große Tümmler. Es war einfach unbeschreiblich... die Delfine sind so nah an uns vorbei geschwommen und mit einem bin ich sogar zwei Runden im Kreis geschwommen. :) Richtig genial! Nach dem Schwimmen sind wir den Delfinen gab es heiße Schokolade und Kekse und wir sind den Delfinen noch mit dem Boot gefolgt und konnten noch ein paar Fotos machen.

Benny und ich

25Mai
2011

Erstes Ziel: Hanmer Springs

Unser erstes Tagesziel war Hanmer Springs und kaum nachdem wir Motueka verlassen hatten, war ich schon wieder komplett begeistert – Neuseeland hat einfach so unbeschreiblich schöne Landschaften!

Ist das nicht schön?

Der Weg führte uns über den Lewis Pass, wo die Bergspitzen sogar schon mit Schnee bedeckt waren. Man kommt sich einfach immer wieder vor, wie in einer anderen Welt. Gegen Abend sind wir dann in Hanmer Springs angekommen und haben ein echt süßes Hostel bezogen, indem wir sogar unser eigenes Zimmer bekommen haben – mit richtig gemütlichen Betten! Das hat man ja nicht immer in den Hostels ;) Die beiden Jungs haben lecker gekocht (so wie sich das gehört! :D) und dann wollten wir uns einen ruhigen Filmabend machen, aber das hat dann doch nicht ganz so geklappt wie wir uns das vorgestellt hatten. Marie wurde von einer Biene gestochen und hat in kurzer Zeit dermaßen allergisch darauf reagiert, dass wir sie schnellst möglichst zum Arzt fahren mussten. In Hanmer Springs gibt es zwar heiße Quellen aber eben leider kein Krankenhaus und da die Ärztin, die dann neben den Sanitätern vom Krankenwagen echt schnell da war, auf Nummer sicher gehen wollte, musste Marie noch in der gleichen Nacht nach Christchurch ins Krankenhaus zur Beobachtung gebracht werden. Benny ist mit ihr gefahren und so waren wir dann plötzlich wieder nur zur dritt!

25Mai
2011

Wochenende in Takaka

Während meiner Zeit in Motueka war ich auch ein Wochenende oben an der Golden Bay in Takaka. Ich bin mit einem Franzosen gereist, den ich schon in Blenheim kennen gelernt hatte, und es war – wie sollte es in Neuseeland auch anders sein – wieder mal einfach nur genial. Riesige Sanddünen, kilometerlange Strände und wunderschönes Wetter :)

Da wir beide kein Auto hatten, sind wir die ganze Strecke per Anhalter gefahren, aber das ist hier meistens wirklich überhaupt kein Problem. Auf dem Hinweg wurden wir von zwei deutschen Mädchen mitgenommen, die uns am nächsten Tag sogar mit hoch zum Farewell Split genommen haben, wo wir ohne ein Auto sicherlich nie hingekommen wären. Wunderwunderschön!

Robin und ich

25Mai
2011

Vom ganz normalen Wahnsinn in Motueka...

Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass ich schon einmal in Motueka gewesen bin – die kleine Stadt eine halbe Stunde von Nelson entfernt war nämlich auch der Ausgangspunkt von Caro und mir zuvor zum Abel Tasman National Park. Motueka besticht jetzt nicht unbedingt durch einen schöne Innenstadt oder ein sonderlich aktives Nachtleben, aber wir waren ja nicht hier zum Spaß haben sondern zum Geld verdienen ;) Und da in und um Motueka unglaublich viele Äpfel- und Kiwi Orchards und Packhäuser sind, war Motueka für uns die erste Adresse.

Zuerst war es aber gar nicht so einfach, wirklich etwas für uns zu finden. Ohne Auto ist man nämlich eigentlich schon mal aufgeschmissen, denn die ganzen Orchards sind zwar alle in der Nähe, aber in Neuseeland sind die Entfernungen eben schon mal etwas größer. Und als wir dann mit den geliehenen Fahrrädern einen potentiellen Arbeitgeber nach dem anderen abgeklappert hatten, hieß es dann plötzlich, dass zur Zeit weder Picker noch Packer gesucht werden. Aber wir haben uns nicht unterkriegen lassen – erstens sind wir wahre Meister in Alles-Schön-Reden und zweitens hatte ein Packhouse dann doch Mitleid mit uns, und hat uns einen Job als Äpfelpflücker angeboten – mit sofortigen Beginn. Da wurde natürlich zugeschlagen! Von den (zahlreichen) Warnungen, dass Apple Picking „really hard work“ ist, haben wir uns nicht beeindrucken lassen – Geld ruft! Außerdem dachten wir uns, so schlimm kann es schon nicht werden...

 

Nun ja...

Soll ich mich kurzfassen? ;) Apple Picking sucks! Du kämpfst den ganzen Tag mit blöden Ästen um an die blöden Äpfel dran zu kommen oder die Leiter irgendwie einigermaßen richtig platzieren zu können, steigst andauernd die Leitern hoch und dann gefrustet wieder runter, weil du oben feststellst, dass von den drei Äpfeln einer schlecht ist, der zweite Sonnenbrand hat und der dritte und einzige brauchbare Apfel dir aus versehen runter gefallen ist, hast einen 20 kg Bag um deinen Hals hängen, in den du die Äpfel legen kannst, der dann aber in deine Schulter drückt und dich wie einen Troll durch die Gegend laufen lässt, pflückt und hievst gefühlte zehntausend Tonnen Äpfel hoch, ohne das Gefühl zu haben, dass sich der 500kg Bin in irgendeiner Art und Weise füllt und bist nach dem 8 Stunden Tag einfach nur tot. Dir tut alles weh und irgendwann bringt auch der kostenlose SPA-Pool im Hostel nichts mehr. Obendrauf musst du mindestens 4 Bins an einem Tag pflücken, (sprich 2 Tonnen feinster, in keinster Weise beschädigte Äpfel) um mindestens auf den Mindestlohn von ~ $13 zu kommen... was nun nicht wirklich viel Geld ist. Ich habe zwar durchschnittlich meine 4 Bins geschafft, aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, es hat Spaß gemacht oder war besonders leicht. Hinzu kam, dass ich als einziges Mädchen zwischen tausend arbeits- und heiratswütigen Pickern von den pazifischen Inseln gearbeitet habe, die total gechillt durch die Reihen gegangen sind aber trotzdem in der gleichen Zeit die doppelte Menge an Äpfeln gepflückt haben. Das deprimiert mit der Zeit, dass kann ich euch verraten ;)

Und so kam es, dass ich mir schon nach 7 Tagen Apple picken gesagt habe, dass es nun aber auch mal langsam wieder reicht... ;) Ich hatte dann aber auch das Glück, dass ich fast direkt anschließend meinen nächsten Job in einem Packhouse gefunden habe, sodass ich mit gutem Gewissen in den Orchards das Handtuch schmeißen konnte – aber immerhin habe ich jetzt schon mal Äpfel gepflückt :)

Ja...

Die Arbeit im Packhouse war jetzt zwar auch nicht sonderlich interessant, aber sie war nicht vom Wetter abhängig und hat einem auch die Chance gegeben, gut Geld zu verdienen. Ich musste entweder schlechte Äpfel aussortieren, die Äpfel in Tüten packen oder die Tüten in Kartons stapeln... klingt spannend, was? Ich habe aber mindestens 8 ½ Stunden am Tag gearbeitet und konnte auch noch, wenn ich wollte, eine vierstündige Nachtschicht dranhängen – und der Lohn lag über dem Mindestlohn! Insgesamt habe ich fast 3 Wochen in dem Packhouse gearbeitet und kann deswegen jetzt mit dem allerbesten Gewissen wieder ein bisschen auf Reisen gehen :)

Langeweile beim Packen...Alles meine Äpfel! ;)Apfelpoesie.Alltag.

In dem Hostel, in dem wir die vier Wochen gewohnt haben, haben wir wieder echt nette Leute kennen gelernt, mit denen wir jetzt auch teilweise weiter reisen werden. Mit Jenny, Franz und Marie ging es jetzt am 18.05 los die Ostküste hinab – i'm on the road again :)

17Mai
2011

"Neues" aus Blenheim

Ich hätte es vorher wissen müssen: wenn man einen Monat lang keinen neuen Blogeintrag schreibt, wird es einfach mit jedem Tag schwieriger, den schon so lange ausstehenden Erlebnisbericht vom anderen Ende der Welt dann auch mal wirklich in Worte zu fassen. Na ja, wie sagt man so schön: selbst Schuld! Aber da ich ja nun schon von allen Seiten gefragt worden bin, ob irgendwas passiert ist oder ob ich einfach nur zu faul war, wird es nun doch wirklich mal wieder Zeit für ein kleines großes Update! :) Denn morgen geht (endlich) das Reisen wieder los!

Aber fangen wir am Anfang an: in Blenheim waren wir dann im Endeffekt nur 10 Tage, weil quasi die Erntesaison vorbei war & wir durch gelegentlichen Regen auch schon mal gar nicht arbeiten konnten. Die Zeit in Blenheim war aber richtig genial, denn in unserem Backpacker haben wir einfach richtig tolle Leute kennen gelernt, mit denen wir teilweise immer noch Kontakt haben. An unseren freien Tagen waren wir beispielsweise bei der Whites Bay, einem wunderschönen Strand ganz in der Nähe oder haben eine Weinprobentour durch die tausenden umliegenden Weinorchards gemacht – denn wenn man schon den lieben langen Tag Weintrauben erntet, muss man ja auch wissen, was dann dabei herauskommt nicht war? ;) Die Abende waren auch immer richtig witzig, denn durch die vielen verschiedenen Leute ist einfach immer etwas los. Mein Leben hier gefällt mir einfach unheimlich gut!

Benny und mir ist es auch gar nicht so leicht gefallen, uns wirklich dazu zu entscheiden, Swampys zu verlassen um anderswo Arbeit zu finden, weil wir uns einfach so wohl gefühlt haben. Aber, wir sind ja nur arme Backpacker, die Geld verdienen müssen, wenn sie schon in ihrer Freizeit aus Flugzeugen springen oder mit Delfinen schwimmen wollen, nicht wahr? Da ist uns eben nichts anderes übrig geblieben & so hieß es dann am 12.04. Bye Bye Swampys und auf in Richtung Motueka!

05April
2011

At Swampys in Blenheim

Viel ist passiert seit meinem letzten Eintrag! :)

Nach den zwei wunderschönen Tagen im Abel Tasman, mussten wir los Richtung Picton, wo wir am Freitag unser Auto abgeben mussten und von wo aus Caro am Samstag die Fähre nach Wellington zu ihrer Gastfamilie genommen hat. Der Norden der Südinsel ist schön, hat (wie üblich) immer wieder andere Landstriche zu bieten und vorallem viele Obst- und Weinplantagen. In Picton ist Benny dazugestoßen und wir sind zusammen auf Arbeitssuche gegangen. Gelandet sind wir nun in Blenheim, dem Zentrum des Weinanbaus, in einem supergenialen Hostel... Auf den ersten Blick wirkt es zwar ein wenig heruntergekommen, aber es ist eben ein Arbeiterhostel, wo fast nur Fruitpicker wohnen und es hat einfach eine tolle Atmosphäre. 47 Leute aus allen Herren Ländern, mindestens 5 verschiedenen Sprachen... Am Anfang wurde mir von vielen gesagt, es ist einfach wie eine große Familie, weil man dort einfach länger bleibt, da man ja arbeitet, und es stimmt wirklich: wir sind zwar erst zwei Tage da, aber wir kennen quasi schon jeden (auch wenn es mit den Namen bei mir noch hapert ;)) & man fühlt sich einfach wohl.

Arbeit haben wir jetzt auch - ab heute werde ich wohl jeden Tag in den Weinplantagen verbringen und Wein ernten :) Heute war der erste Tag, aber da es geregnet hat, gab es noch so viel zu tun und so waren wir nach 2 Stunden schon wieder im Hostel... was uns die Zeit gegeben hat, nach Blenheim zu trampen, denn das Hostel liegt etwas außerhalb und zu Fuß wäre es eine Stunde. Aber Trampen ist echt nicht so schwer... vorallem wenn man nur in die Stadt muss. Und man lernt die unterschiedlichsten Leute kennen :)

Ich halte euch auf dem Laufenden, auch wenn es bis zum nächsten Eintrag wohl etwas dauernd wird. Im Hostel gibt es kein Wireless & ich werde keine Zeit haben nach der Arbeit noch nach Blenheim zu kommen - ganz zu schweigen von den Öffnungszeiten der Bibliothek hier ;)

03April
2011

Abel Tasman National Park

Okay, vergesst das mit dem Paradies in Hector, denn es geht noch besser: Abel Tasman! DAS ist das Paradies. Wunderschöne Buchten mit Bilderbuchstränden und unfassbar blauem Wasser umgeben von unberührten, wunderschönen Wäldern. Ich glaube fast, dass die zwei Tage im Abel Tasman bisher das beste sind, was ich bisher hier in Neuseeland erlebt habe – und ich habe ja nun nicht gerade wenig gesehen & erlebt in den zwei Wochen mit Caro :)

Aber fangen wir am Anfang an: früh am Dienstag Morgen ging es los, denn auf uns wartete ein recht langer Tag: eine Kayaktour mit anschließender Wanderung durch den Park. Mein Bienen- oder Wespenstich, den ich mir passender Weise genau einen Tag vor der Paddeltour zugelegt hatte, war schon auf bewundernswerte Art und Weise fast vollständig abgeschwollen und rückte dann angesichts dieser unfassbar genialen (ich merke schon, ich überschlage mich heute noch mit Worten :D) Augenblicke und Aussichten vollends in den Hintergrund. Wen juckt schon ein Stich, wenn er an so schönen Buchten vorbei paddelt und das noch bei strahlendem Sonnenschein! Durch einen kleinen Buchungsfehler seitens der i-site-Mitarbeiterin haben wir auch noch unsere eigene kleine Privattour bekommen & unter anderem an einem verlassenden Strand nur in Begleitung von Dorn, unserer Führerin, und ein paar neugierigen Möwen gepicknickt.

Unser Lunchpaket, das wir dann am Ende unserer Kayak-Tour an einem weiteren wunderschönen weißem Strand gegessen haben, war noch besser: sogar mit Schinken und Käse – das ist als Backpacker schon ganz schöner Luxus, denn Wurst und Käse sind hier ziemlich teuer. Weiter ging es mit unserer Wanderung: reine Laufzeit vielleicht 3 ½ Stunden, aber durch die ganzen Fotostops und Pausen in wunderschönen Buchten haben wir ein wenig länger gebraucht... aber wir hatten ja auch alle Zeit der Welt in diesem Paradies! Den längsten Zwischenstopp haben wir in der Sandfly Bay gemacht & schon allein der weg hinunter in die Bucht war abenteuerlich. Unten angekommen musste man einen Meeresausläufer überqueren um an den richtigen Strand zu kommen – klingt einfach, ist es eigentlich auch, aber man sollte auf die Tiefe des Wassers achten bevor man losläuft ;) Wir waren irgendwie nicht ganz so klug und hatten dann am Ende klitschnasse Hosen (nicht, dass wir auch noch einen Bikini drunter gehabt hatten), aber bei diesem Wetter war das nun wirklich kein Grund für schlechte Laune. Die kommt im Abel Tasman sowieso nicht auf, das kann ich euch sagen :)

Übernachtet haben wir in einer Hütte in unseren Schlafsäcken mit 12 anderen Leuten im Zimmer, aber wir waren durch das Paddeln, das Wandern und die Sonne so müde, dass wir nach dem Sonnenuntergang am Strand ziemlich bald wunderbar geschlafen haben. Bis das Baby in unserem Raum angefangen hat zu heulen ;)

Am nächten Tag hatten wir alle Zeit der Welt, denn der Strand, zu dem wir wandern wollten und von wo uns auch das Wassertaxi abholen und zurückbringen würde, war nur knappe zwei Stunden entfernt. Also haben wir schön am Strand gefrühstückt und dann einfach nur in der Sonne gelegen. Der Wanderweg war wieder so wunderschön wie am Vortag – man überquert kleine Flüsse und Watt, kommt an riesigen Farnen und Palmen vorbei und wird immer wieder von genialen Farben und Aussichten umgehauen! An unserem Zielstrand waren wir dann auch das erste Mal wirklich schwimmen - Tag zuvor sind wir ja eher ein wenig unfreiwillig nass geworden ;)

Es war einfach nur wunderwunderwunderschön: Sonne, Strand, Meer, atemberaubende Natur – eben einfach wie im Paradies!

Blick vom KayakCaro & IchWattwanderungAlle schon weg ;)

26März
2011

(4) Von Hokitika bis nach Hector

Das schlechte Wetter, das eigentlich schon für den Tag zuvor angekündigt gewesen war, hatte uns nun an einem weiteren Autotag erwischt, was aber nicht weiter schlimm war. Die tiefhängenden Wolken haben die Landschaften mal in ein ganz anderes Licht getaucht... und genau dann, wenn wir uns wieder Sonne gewünscht hatten, war sie auch wieder da :)

In Hokitika, dem Zentrum der Jadeschnitzereien, hatten wir zuvor einen Zwischenstopp gemacht und uns zwei schöne Ketten aus Knochen gekauft, wie sie für diese Gegend und die Kultur der Maori bekannt sind. Es gab auch richtig schönen Schmuck aus dem grünen Jadestein – aber Jade verschenkt man ja nur, ansonsten bringt es Unglück :)

Auf unserer Weiterfahrt haben wir dann Caros Schwur eingehalten, den nächsten Tramper mitzunehmen, den wir an der Straße sehen. Caro selbst ist ja in Tasmanien getrampt und wollte deswegen auch mal jemanden mitnehmen – und kurz nach Hokitika haben wir dann Dale aufgegabelt ;) Einen richtigen Kiwi, der irgendwie nur einen Ort weiter wollte, um von dort aus dann einen Bus zu nehmen. Wir uns hatte die ganze Aktion dann aber noch einen kleinen bitteren Nachgeschmack: da wir einen Teil der Rückbank schnell freimachen mussten und wohl irgendwie die Milchflasche am morgen nicht richtig zugemacht hatten, ist uns fast die ganze Milch im Auto ausgelaufen – über Jacken, Schlafsack & in die Fußmatten des Autos. Richtig lecker! Den Großteil haben wir aber notdürftig sauber bekommen und die Jacken haben wir am Abend gewaschen.

Weiter gings zum Paparoa National Park und den Pancake Rocks. Auch wenn es schon ziemlich touristisch aufgemacht hat, sind die Felsformationen ziemlich witzig... sie sehen wirklich aus wie aufeinander geschichtete Pancakes! Und da sie Sonne nun auch hinter den Wolken hervor gekommen war, sind auch ganz schöne Fotos entstanden.

Pancake Rocks!WestküsteNoch eine atemberaubende Küste!

Und nun sind wir im wahrscheinlich schönsten & süßesten Hostel der Welt: etwa eine halbe Stunde hinter Westport liegt der kleine „Ort“ Hector, wobei man das eigentlich gar nicht Ort nennen kann ;) Noch etwas weiter jedenfalls geht ein kleiner Abzweig zum Parkplatz von dem kleinen Hostel „The old Slaughterhouse“. Nur ist man in diesem Fall noch nicht angekommen, denn das Hostel selbst liegt nochmal höher am Hang, mitten in der Wildnis sozusagen. David, der Hostelbesitzer, hat uns mit seinem Quad die Rucksäcke hochgefahren und wir sind gelaufen: einen total genialen kleinen Pfad den Berg hoch, durch dschungelähnlichen Wald mit Blick auf einen endlosen Strand und das Meer. 10 Minuten später waren wir dann auch da & konnten unser Zimmer mit einem einfach atemberaubenden Blick auf das Meer beziehen. Es ist einfach nur wunderschön hier! David und Ina, die Besitzer, haben das Haupthaus total liebevoll eingerichtet, mit Holzdielen, einer großen Sofaecke, eine super guten Küche und mit viel Liebe zum Detail. Zur Begrüßung gab es erstmal Tee, Kaffe und frischen selbstgebackenen Kuchen. In zwei kleineren Häusern liegen dann die wenigen Zimmer... und es gibt sogar zwei Hunde und eine Katze :) Am absolut genialsten ist aber einfach die Aussicht von der Veranda: mir fehlen ehrlich gesagt (mal wieder) die passenden Adjektive, aber das hier kommt dem Paradies schon ziemlich nahe :)

Blick vom HostelSonnenuntergangstimmung von der Veranda<3

25März
2011

(3) Gletscherwanderung im Franz Josef Glacier

Um halb 1 ging sie los: unsere Half-Day-Tour im Franz Josef Glacier. Es gibt auf der Welt nur drei Gletscher, die bis unter die Baungrenz reichen: ein Gletscher in Patagonien, der benachbarte Fox Gletscher, den wir am Tag davor in der Ferne erahnen konnten, und eben der Franz Josef Gletscher. Irgendwie total beeindruckend, wenn du bizarre Eisformationen mit dichtem Wald im Hintergrund fotografierst! Die Tour ging ungefähr 5 Stunden, davon sind wir zwei Stunden richtig auf dem Eis gelaufen – mit Spikes! Eine richtig tolle Erfahrung... und gleichzeitig konnten wir es kaum glauben: was für geniale Sachen wir schon in dieser verhältnismäßig kurzen Zeit gemacht haben!

Die Gletscherzunge... da gehts hoch!Sieht das nicht genial aus?Caro & ich& wir nochmal vor einer coolen Eisformation ;)Was für ein Wanderweg <3So toll!Eis & Wald so nah beieinander!

Nach der Wanderung waren wir richtig schön müde, aber wir konnten noch kostenlos in die Hot Pools im Ort gehen... drei Becken mitten zwischen Farnen, Palmen und Bäumen mit 36°, 38° und 40° Grad warmen (heißen) Wasser. Wunderbar entspannend :)

 

24März
2011

(2) Von Wanaka über Haast nach Franz Josef

Am nächsten Tag wartete wieder ein Autotag auf uns und schon wieder haben wir wunderschöne Landschaften vor der Frontscheibe gehabt. Neuseeland ist in dieser Hinsicht einfach echt unglaublich: hinter jeder Kurve erwartet dich ein weiteres Stück absolut unberührter Natur! Von Wanaka bis Haast, das quasi an der Küste liegt, hatten wir noch Berge, Seen und dichte Wälder mit unglaublich blauen Flüssen (unter anderem die Blue Pools im Mount Aspiring National Park) und dann plötzlich waren wir am Meer! Das Wetter war immer noch richtig gut, deswegen wollten wir unser Nachmittagspicknick an den Strand verlegen... aber allzu lange haben wir es dort nicht ausgehalten. Der Grund: Sandflys! Kleine Fliegen, die total harmlos aussehen aber es faustdick hinter den winzigen Flügeln haben! Nach 5 Minuten waren wir um mindestens 20 Stiche reicher, die einfach genauso groß & nervig werden wie Mückenstiche. Richtig ätzend! Also ging es wieder rein ins Auto und weiter durch die kleinen Küstenorte (bzw. gelegentliche Ansammlungen von Häusern) & weitere tolle Küstenlandschaften. In Franz Josef haben wir dann unser Hostel bezogen & das Highlight des nächsten Tages gebucht: eine Gletscherwanderung im Franz Josef Glacier!

Niemand da :)Eine der millionen Aussichten!Am Strand bei Haast

23März
2011

(1) Skydiving in Wanaka

We did it! Wir sind gesprungen & wir leben noch! :) Dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, liegt nur daran, dass wir lange kein Internet hatten. Skydiving ist absolut genial! Ich liebe es! :D „The best thing you can do in your life“ hat Adriano, mein Tandemspringer gesagt... und wirklich: es war einfach unbeschreiblich! Am Anfang war ich (natürlich) ziemlich aufgeregt & nervös, aber schon im kleinen Flugzeug hoch auf 12000 ft (~3700 Meter) war ich eigentlich nur noch begeistert – was wir für eine Aussicht hatten! Wanaka Skydiving rühmt sich mit dem besten Panorama in Neuseeland wenn es ums Fallschrimspringen geht, und es stimmt wirklich: da wir einfach das beste Wetter überhaupt hatten (nur Sonne, keine Wolken!), hatten wir einen genialen Blick über die Ebene mit den beiden Seen und den schneebedeckten Berge. Als es dann zum Absprung ging, wurde mir schlagartig klar, was ich hier eigentlich mache: ich springe aus einem Flugzeug! Adrenalin pur! ;) Und dann 45 Sekunden freien Fall! Das Gefühl ist einfach unbeschreiblich und auch das Fliegen bzw. Segeln mit geöffnetem Fallschirm danach ist einfach nur schön! Die 5 bis 6 Minuten gingen aber einfach viel zu schnell vorbei... Caro & ich wären am liebsten direkt nochmal gesprungen. Und fest steht: das werde ich auf jeden Fall nochmal in meinem Leben machen!

Den Rest des Tages haben wir am Strand des Lake Wanaka genossen, denn das Wetter war immer noch genial & man hatte eine wunderschöne Aussicht über den See zu den Bergen. Abends haben wir uns dann noch eine leckere Reispfanne gekocht, mit netten Leuten aus dem Hostel gequatscht & Herr der Ringe gesehen. Ein rundum perfekter Tag!

Blick vom Lake Wanaka

22März
2011

Milford Sound - Wanaka

Nach der Tour ging es zurück in unser Auto – nächstes Ziel: Wanaka! Wieder das geniale Panorama, wenn auch mit mehr Wolken als am Vortag. Aber selbst dann wirken die Landschaften total beeindruckend.

Und wieder eine ganze andere Landschaft: auf dem Weg nach Wanaka!Unser Auto! :)Wieder am Lake Wakatipu

Wanaka an sich ist genau wie Queenstown eine kleine "Stadt", die bei uns eigentlich jeder nur als Örtchen bezeichnen würde :) Hostels, ein paar Hotels, kleines Zentrum aus 3 Straßen, ein schöner Strand am Lake Wanaka...

Nun sitzen wir zusammen in der Lounge des kleines Hostels in Wanaka, haben mehr als 300 Kilometern hinter uns & gerade lecker gegessen :) Und morgen kommt es vielleicht sogar schon zum nächsten großen Highlight: Skydiving! Es kommt jetzt alles ein wenig aufs Wetter an, dass hier ja immer ein wenig unberechenbar ist. Die Vorhersagen sind allerdings nicht schlecht & bis jetzt hatten wir ja auch immer Glück – drückt uns die Daumen, dass es auch diesmal so gut hinhaut! Jetzt wird gesprungen :D

22März
2011

Von Queenstown bis zum Milford Sound auf der schönsten Straße der Welt!

Wir haben unser Auto! :D Ein grauer Nissan ist es geworden, mit ein paar süßen Macken und mit einem guten altem Radio und einen Kassettenanschluss...dumm nur, dass man in Neuseeland nur dort Radioempfang hat, wo Menschen sind & auf der Südinsel eben nun mal nur 1 % der Bevölkerung leben ;) Aber immerhin gab es den Kassettenanschluss und in Te Anau haben wir doch tatsächlich einen passenden Adapter für unsere Mp3-Player bekommen. Nun wird kräftig an unseren Singstimmen bearbeitet – und bei der absolut unbeschreiblich genialen Landschaft kommt sowieso nur gute Laune auf!

Ernsthaft... die Vielfalt der Landschaften hier ist unbeschreiblich! Man fährt vielleicht eine halbe Stunde und schon hast du ein ganz anderes Landschaftsbild vor der Frontscheibe. Alles wunderschön! Ehrlich gesagt fehlen mir sogar ein wenig die Worte, hier alles zu beschreiben, weil irgendwie alles nicht so klingt, wie es klingen soll ;)

Der Weg nach Milford Sound war einfach wunderschön ( er ist auch als einer der schönsten Straßen der Welt ausgeschrieben) und wir hatten auch noch super Wetter mit Sonne pur! Und das an der Westküste und im Fiordland National Park... im Reiseführer heißt es: „Regenjacken einpacken! Nicht umsonst ist es am im National Park so wunderschön grün: es regnet viel!“ Und wir haben sie einfach nicht gebraucht :) Kleines Highlight auf dem Weg: die Mirror Lakes... wunderschöne, glasklare, kleine Seen!

Los gehts!Natur pur!Mirror LakesIst das nicht genial?!Nicht nur wir sind auf dem Weg :)Dschungelfeeling

Die Nacht haben wir in einem Hostel kurz vor dem Milford Sound verbracht & am nächsten Morgen ging es dann direkt los zur gebuchten Tour mit dem Schiff den wunderschönen Fjord entlang. Einfach nur WOW! Super großer Pluspunkt der frühen Fahrt um 9:00 Uhr: das Schiff war nicht voll, ein großes Frühstück war im Preis inbegriffen und wir hatten einen wunderschönes Licht – die Sonne ist langsam über die Berge gekrochen! :)

Milford SoundWunderschön!Panoramo... nur ein wenig schief fotografiert ;)

20März
2011

Queenstown

Ja und jetzt bin ich in Queenstown, einer wirklich kleinen süßen Stadt, die so ungefähr aus 5 Straßen besteht ;) Caro und mich erinnert Queenstown ziemlich an eine Touristenstadt wie zum Beispiel St. Moritz nur mit einem einfach unglaublichen Panorama! Queenstown liegt am Lake Wakatipu (das ist der längste See Neuseelands) und die Aussicht schon allein von der Veranda unseres Hostels ist wunderschön! Das Wasser ist unheimlich blau & die Berge drum herum vollenden dann alles :) Queenstown hat echt niedliche Straßen & wenn man viel Geld hat, kann man sich die Tage mühelos in schönen Cafés oder Restaurants, am kleinen Strand oder in Queenstown Garden verbringen. Ansonsten kann man hier einfach ALLES buchen & machen, was mit Adrenalin und Extremsportarten zu tun hat. Queenstown ist halt nicht umsonst die Hauptstadt der Adrenalin-Junkies ;) Auf Caro & mich wartet der Fallschirmsprung allerdings erst in Wanaka - da soll das Panorama von oben nochmal ein Stück beindruckender sein.

Angekommen bin ich in Queenstown jedenfalls gestern, also am Samstag. Der Flug von Auckland nach Queenstown verlief total problemlos & dauerte auch nur 1:40 h - da bin ich ja jetzt ganz andere Zeiten gewöhnt ;) Schon beim Landen fand ich die Landschaft um mich rum total genial - Neuseeland scheint einfach wirklich mein Land zu sein ;)

Caro hat mich dann vom Flughafen abgeholt und wir sind zum Hostel gefahren, das einfach total niedlich ist. Wie ein kleines Haus, das jemand dann einfach in ein Hostel mit 8 Zimmern umfunktioniert hat. Es ist total familiär, es gibt ein riesiges Video-Regal mit einer gemütlichen Sitzecke, eine Küche zum Kochen und einfach gar kein Vergleich zu dem Hostel in Auckland, das einfach eine riesige Jugendherberge war.

Heute haben wir erstmal schön ausgeschlafen, waren kurz im Internet (das hier aber echt langsam ist) & haben uns dann aufgemacht um auf den anliegenden Berg mit Panoramaplattform zu steigen, der direkt an Queenstown grenzt & von dem man nochmal eine tolle Aussicht hat. Der Wanderweg war ein bisschen verwirrend, irgendwie waren nirgendwo logische Schilder und wir sind mindestens einmal auf der für Fußgänger verbotenen Mountainbike-Road gelaufen, aber wir haben es überlebt & sind oben angekommen :) Runter gings mit der Gondel (kostenlos - das ist immer ein Plus!) und dann haben wir uns einen Fergburger gegönnt, der anscheinend auch echt berühmt ist... uns wurde nämlich von allen Seiten davon vorgeschwärmt! Er war aber auch richtig richtig gut! Wie ihr seht, geht es mir also richtig gut hier... nur gesund werden könnte ich noch, denn die Erkältung bin ich immer noch nicht los.

Morgen um 9 können wir dann unser Auto abholen und dann düsen wir los nach Milfourd Sound! Gestern haben wir nochmal ein wenig unsere Route durchgesprochen und es warten echt richtig tolle Sachen auf uns! Gletscherwanderungen, Kajak-Touren und eben das Skydiving! Ihr könnt also gespannt sein ;)

Lake WakatipuAn der PromenadeUnser HostelSo eine Aussicht hatten wir beim Wandern!Einer der vielen Fliegenpilze im Wald :)Panorama von obenQueenstownleckerer Fergburger!Blick auf den kleinen Strand

19März
2011

Auckland die Zweite

Kia ora!

Gerade sitze ich mit Caro in unserem supersüßen Hostel in Queenstown, aber über Auckland muss auch noch erzählt werden. Sowieso habe ich noch gar nicht genug von Neuseeland geschwärmt - auch wenn ich ja bis jetzt im Vergleich zudem, was man hier sehen kann, noch nicht allzu viel gesehen habe ;)

Auckland ist schön & hat meiner Meinung nach eine richtig schöne Skyline aber die Innenstadt an sich, ist jetzt nicht allzu besonders. Trotzdem hat mich Auckland begeistert, aber eher wegen der Menschen, die dort leben und die einfach total locker und gechillt sind. Die Mitarbeiter in dem Büro der Organisation laufen barfuss durch die Gegend, jeder hält einen kleinen Smalltalk bevor man zur eigentlichen Frage kommt, jeder Kiwi auf der Straße freut sich total, wenn er dir helfen kann an einen bestimmten Ort zu kommen & auf den Straßen trifft man Menschen aus allen Ländern. Insgesamt ist es viel viel kleiner als ich mir es vorgestellt habe...immerhin ist Auckland die größte Stadt Neuseelands. Die Umgebung ist aber einfach wunderschön, die ganzen vielen kleinen Vororte sind total grün, überall stehen jegliche Arten von Bäumen, Palmen und Blumen. Und hier wirken alle Farben viel intensiver als in Deutschland!

Am 18. haben Benny, Finn, Justus, Julius und ich uns morgens um 10:00 Uhr aufgemacht und an einer kostenlosen Tour in und um Auckland teilgenommen haben. Das Buchen am Vortag war auch typisch neuseeländisch: die erste Tour war schon ausgebucht, aber no worries, es gab noch zwei andere Anbieter. Wir uns also für Tour Nummer 2 entschieden, Simon (ein Mitarbeiter der Organisation) hat dort angerufen, aber auch da war es nicht möglich uns unterzubringen. Grund... für Freitag sind alle Touren gecancelled worden, weil am Donnerstag St Patricks Day war & alle Busfahrer trinken und feiern waren und somit am nächsten Morgen nicht Einsatz fähig gewesen wären :D Aber kein Grund zur Panik, es gab ja noch eine dritte Bustour, die zur Verfügung stand und die auch gefahren ist. Alles kein Problem, sweet as! Das ist Neuseeland! :)

Der Busfahrer, der uns dann am Morgen abgeholt hat, wirkte auch nicht allzu frisch aber nach dem Bier zum Lunch ist er wieder ein wenig aufgeblüht ;) Vorher sind wir über die Harbour Bridge gefahren, von der man auch Bungee-Springen kann, waren im National Museum von Auckland, in dem man sich viel über die Geschichte, die Vergangenheit, die Maoris, die Flora & Fauna ansehen konnte und wo es auch eine Vulkanausbruch-Simulation gab, und wir wollten uns eines der Segelboote ansehen, die beim Americas Cup gewonnen hatten... aber das war auch gerade nicht da ;) Zum Lunch gab es Bier und Fish & Chips & dann ging es nochmal rauf auf den Mount Eden, wo ich zwar am Vortag auch schon drauf war, wo ich aber immer wieder hingehen kann: die Aussicht ist einfach toll! Zum Abschluss waren wir noch an einem der schönsten Strände in der Nähe von Auckland - Mission Beach. Fürs Erste habe ich also einen recht guten Überblick über Auckland bekommen & weiß genau, was ich noch sehen möchte, wenn ich am Ende meiner Zeit wieder nach Auckland zurück komme.

Abends sind wir alle in einer großen Gruppe in eine Bar gegangen und haben uns ein Rubgy-Spiel angesehen... inzwischen kenne ich sogar ein paar Regeln ;) Ich würde mir gerne auch nochmal ein Spiel live ansehen... einfach weil Rubgy hier in Neuseeland wie eine Religion ist! Für die Weltmeisterschaft im September bin ich zwar nicht mehr da, aber vielleicht habe ich ja auch so Glück! :)

Hafen in AucklandBenny, ich & AucklandDie Jungs: Benny, Justus, Finn und Julius

Weg hoch zum Mount EdenFish & ChipsAuckland

 

Auckland am Abend
17März
2011

Orientation in Auckland

Ein müdes aber fröhliches Hallo aus Auckland!

Nach fast 30 Stunden Flug und Aufenthalt in Dubai und Sydney, bin ich gestern müde aber wohlbehalten in dem schon gebuchten Hostel in Auckland angekommen :) Mit mir Benjamin, Elena und Boy, die schon von Frankfurt an mit dabei waren und Finn und Julius, die von Düsseldorf gekommen sind. Besonders viel haben wir alle an diesem Tag nicht mehr geschafft, wir sind noch die Queen Street runter zum Pier gelaufen (unser Hostel liegt nämlich praktischerweise direkt an DER Hauptstraße Aucklands, die direkt zum Meer führt), haben uns ein wenig mit der Umgebung vertraut gemacht, haben dann noch eine Kleinigkeit gegessen & sind dann totmüde um halb 9 ins Bett gefallen. Ich hätte schon um 5 Uhr schlafen können, denn im Flugzeug schläft es sich eben nicht ganz so komfortabel und die Zeitverschiebungen bringen einen ganz schön durcheinander, aber um den Jetlag nicht noch zu verschlimmern, habe ich mich noch ein wenig auf den Beinen gehalten. Die Nacht war sehr warm (hier sind es wundervolle 20°C) aber ich habe trotzdem gut geschlafen! Jetzt bin ich zwar schon wieder recht müde, aber ich habe mich trotzdem schneller eingelebt was Tag & Nacht angeht, als ich gedacht habe.

Heute hatten wir ein Orientation-Programm mit der Partnerorganisation hier von Step in, wo uns alles erklärt wurde, die Tax-Nummer und das Konto beantragt wurden und auch sonst alles was so anfällt :) Ich wollte gerade den Flug zu Caro am Samstag nach Queenstown buchen, aber bin jetzt noch am zögern, weil er richtig teuer ist. Wenn ich Sonntag fliege ist es direkt 80 $ billiger... aber ich habe Caro noch nicht erreicht & bin gerade noch ein wenig unschlüssig was ich machen soll. Irgendwie finde ich es richtig schwierig auf alles einmal alles ganz alleine regeln zu müssen, egal ob Hostel oder eben einen Flug. Aber ich bin ja auch erst einen Tag hier - das wird sich schon noch regeln denke ich :)

Das Büro der Partneroganisation schließt bald & da ich ja noch den Flug buchen muss, ist jetzt erstmal Schluss für heute! Ich melde mich aber bald wieder, vielleicht sogar schon morgen nach der kostenlosen Tour durch Auckland inklusive Klettertour auf der Harbour Bridge :)

11März
2011

Jetzt geht's los...

... genauer gesagt in 3 Tagen!

Jetzt ist die Zeit hier in Deutschland doch viel schneller vorbei gegangen, als ich gedacht habe. Eben waren es noch 3 Wochen bis zu meinem Abflug und jetzt sind es plötzlich nur noch 3 Tage! Kaum zu glauben... ich bin schon wahnsinnig aufgeregt!

In den letzten Tagen habe ich noch die letzten wichtigen Besorgungen gemacht und die letzten organisatorisches Dinge erledigt, die eben so anfallen, wenn man in Neuseeland mehrere Monate durch die Gegend tourt. Einen internationalen Führerschein beantragen, zum Beispiel, damit ich dann schön die Straßen unsicher machen kann... auch auf links! Schafe und Kiwis, nehmt euch in acht!

Der Rucksack ist jetzt auch schonmal auf Probe gepackt und ich bin sehr beruhigt, dass alles schön reingepasst hat... und dass ich es tragen kann! Es fehlen zwar noch ein paar Dinge, aber auf die 16 Kilo mit denen ich bei Globetrotter probehalber zwei Stunden durch die Gegend gelaufen bin werden es auf alle Fälle schonmal nicht! Mein Rücken ist schonmal glücklich! :) Was die ganzen Geld & Karten-Angelegenheiten angeht, ist jetzt endlich auch alles in trockenen Tüchern, und ich habe einen beruhigenden Rückhalt falls doch mehr getravelt als geworkt wird!

Gerade habe ich mir nochmal ganz Neuseeland und vorallem die Südinsel auf der Karte angesehen, denn da werde ich mich ja nun erstmal rumtreiben. In Auckland (auf der Nordinsel) bleibe ich ja erstmal nicht lange, nur 3 Nächte in einem Hostel, wo mir dann auch nochmal alles Wichtige von der Organisation erklärt wird. Dann werde ich so schnell wie möglich einen Flug in den Süden nach Queenstown buchen um mich dann dort mit Caro zu treffen. Zusammen werden wir dann zwei Wochen lang die Umgebung und Queenstown und die ganze Westküste hoch bereisen & da freue ich mich schon wahnsinnig drauf! Die Landschaft dort soll wunderschön sein (okay, das sagt man eigentlich von ganz Neuseeland), aber es gibt dort einige Highlights, die man unbedingt gesehen haben muss. Wir wollen uns zum Beispiel Milford Sound ansehen, ein besonders schöner Fjord, der sogar Weltnaturerbe der UNESCO ist, wie ich eben gelesen habe :) Dann steht noch der gemeinsame Fallschirmsprung an, eine Kajak-Tour durch einen der vielen Nationalparks und und und. Am liebsten wäre ich jetzt schon dort. Auf den 24-Stunden Flug kann ich nämlich eigentlich getrost verzichten ;)

Los gehts ja schon am 14.03. also am Montag um 20:00 Uhr von Frankfurt aus - ankommen werde ich aber erst am 16.03. um 14:00 Uhr in Auckland landen. Bin ja mal gespannt wie es mir dann gehen wird - die Organisation hat aber extra einen Tag Schlaf nachholen in die erste Einführungstage eingeplant, soweit ich weiß :D Dann kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen...

Ich halte euch auf dem Laufenden & werde mich melden, sobald es etwas Neues gibt :)

 

05März
2011

Test

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